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Der Pazsiczky-Nachlass

Hock Bertalan – Enyedi Pál: Der Pazsiczky-Nachlass

Zeichnungen und Dokumente einer oberungarischen Orgelwerkstatt im XVIII. und XIX. Jahrhundert

(Musica Sacra Hungarica 3.)

  • Franz-Liszt-Musikakademie – Forschungsgruppe für Kirchenmusik, Budapest 2017.
  • 197 Seiten
  • 67 farbige und 13 schwarz-weiße Abbildungen
  • Format A4
  • Fadenheftung
  • ISSN 2498-9185, ISBN 978-963-7181-60-3
  • Preis 45,00 € (einschließlich Versand)

Aus dem Nachlass von Orgelbauern in Ungarn vor Ende des XIX. Jahrhunderts, vor der
Zeit der Entstehung des fabrikmäßigen Orgelbaues, sind bisher nur wenige Dokumente
bekannt. In unserem Band stellen wir eine umfangreiche, aus fast 90 Teilen bestehende
und vor kurzem aufgetauchte Hinterlassenschaft vor, welche aus einer bedeutenden, im
XVIII. und XIX. Jahrhundert über vier Generationen bestehenden Familienwerkstatt
stammt und durch spätere Familiendokumente ergänzt wurde.
Das erhaltene Orgelverzeichnis unterrichtet uns über die Veränderungen der
Leistungskraft der Werkstatt sowie über alle ihre heute vorwiegend schon zugrunde
gegangenen Instrumente. Die nach dem Original hergestellte und jetzt veröffentlichte
Kopie ergänzt die bereits früher in gedruckter Form erschienene Liste durch neue
Angaben.

Aus dem Ungarn des XVIII. und XIX. Jahrhunderts sind recht viele Zeichnungen zu
Orgelbau-Angeboten bekannt. Indessen ist bisher keine größere Sammlung mit der aus
Rajec zu vergleichen, welche über einen längeren Zeitraum die Wandlungen der
Prospektgestaltung in einer Werkstatt dokumentiert. Die beinahe fünfzig
Prospektzeichnungen umfassen das gesamte letzte Jahrhundert der Orgelbau-Tätigkeit
der Pazsiczkys. Auf den zahlreichen Zeichnungen kann man gut verfolgen, dass die
Rajecer Gehäuse im Baukastenprinzip entworfen wurden, was einerseits die Vielfältigkeit
gewährleistete und andererseits die Produktion der mannigfaltigen Orgelgehäuse
vereinfachte. Während die Prospekte des XVIII. Jahrhunderts den gerade vorwaltenden
Stilen des Rokokos und Spät-Barocks nachgehen, erscheinen auf den meisten Gehäusen
des XIX. Jahrhunderts die gleichen Stile – den längst überholten Geschmack in der Kunst
der Gegenwart bewahrend.

Abschließend ist es mithilfe einiger Familiendokumente gelungen, aus den
Kirchenbüchern die Mehrheit der Orgelbauer zu identifizieren, und – zumindest
skizzenhaft – den Stammbaum der Familie Pazsiczky zu zeichnen.

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